Neuorientierung im Leben

– wenn Altes endet und Neues noch nicht in Sicht ist

Wenn das Leben Veränderung mit sich bringt ...

Wir wissen: "Etwas ist anders als bisher."

Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung. – Schon Heraklit beschrieb den Wandel als Grundprinzip des Lebens.

Veränderungen können für uns ein Segen, eine Erleichterung oder ein Geschenk sein. Sie können aber auch das große Aus oder ein Verlust sein, der sich anfühlt, als verlören wir den Boden unter den Füssen. In einem Fall sprechen wir von 'Glücksfällen', im anderen von 'Schicksal'. Nicht selten jedoch sind sie eine Mischung aus beidem – oder aber verwandeln sich mit der Zeit von einem zum anderen: Etwas, das als Verlust beginnt, stellt sich mit der Zeit als ein Geschenk heraus – oder umgekehrt.

Einige Veränderungen schleichen sich in unser Leben. Anfangs nehmen wir sie gar nicht wahr. Allmählich erkennen wir, dass etwas anders ist. Vielleicht gerät etwas ins Wanken oder Turbulenzen nehmen zu. Wir bemühen uns, die Dinge wieder ins (gewohnte) Gleichgewicht zu bringen. Doch die Maßnahmen, die früher funktionierten, bleiben wirkungslos. Die Veränderung scheint ihre eigene Agenda zu haben und schert sich nicht wirklich um unsere Bemühungen.

Einige Veränderungen brechen plötzlich und vehement über uns herein, ohne große Vorankündigung. Wir wissen: Widerstand ist sinnlos; die Veränderung ist irreversibel. Es wird nicht wieder so, wie es einmal war.

Doch was nun? Wie kommen wir damit klar? Wie gehen wir damit um? Wie kann es für uns weitergehen?

Während und unmittelbar nach einem Umbruch liegt unser ganzer Fokus meist auf dem Scherbenhaufen. Ja, oft erleben wir uns selbst sogar als einen Teil davon. Obwohl wir uns nichts sehnlicher wünschen, tut sich keine Tür weit und breit auf, die uns von diesem Ort wegführen könnte. In dieser Phase können wir uns kaum vorstellen, dass – und noch weniger wie – alles wieder gut werden könnte.

Wir sind orientierungslos und fragen uns, was wohl als nächstes passiert. Häufig bekommen wir Angst. Die Schutzmauern sind eingestürzt. Helfer oder Stützen sind nicht mehr da. Wir fühlen uns hilflos und überfordert, weil wir keine 'Lösung' parat haben oder weil zu viele Steine ins Rollen gekommen sind und wir nicht wissen, wie wir uns um sie alle (gleichzeitig) kümmern können. Wir erleben Kontrollverlust, da wir keine Ahnung haben, was wir tun können oder weil unsere Taten wirkungslos bleiben.

Wir beginnen zu zweifeln: An uns und an unserem Weg. Schließlich ist der Weg, auf dem wir fuhren, dem wir vertraut haben, in den wir vielleicht viel investiert haben, einfach weggebrochen. Und ein neuer Weg ist nicht in Sicht.

Umbrüche, klein oder groß, können entstehen bei:

  • Übergängen von Lebensphasen

  • Veränderungen von Beziehungen und Freundschaften

  • Beruflichen Veränderungen

  • Weiterentwicklung von Rollen oder Rollenwechsel

  • Ortswechsel

Was dabei entscheidend ist

Entscheidend ist dabei nicht, ob eine Veränderung 'von außen' klein oder groß erscheint, oder ob unser Umfeld mit uns mitfühlt oder verständnislos reagiert. Nicht selten können sogar wir uns selbst nicht ganz verstehen.

Entscheidend ist, was die Veränderung mit uns macht. Was fühlen wir wirklich – wenn wir uns wieder in bestimmten Bereichen zuhören und uns Aufmerksamkeit schenken? Was denken wir über unsere Gefühle und über unsere Situation? Wie handeln wir als Folge unserer Gefühle und Gedanken? Und welche Auswirkungen hat das wiederum auf uns und auf unsere Beziehungen?

Abschied, Neuorientierung und Neuanfang im Leben

Es ist sehr verständlich, den Neuanfang möglichst bald herbeizuwünschen. Häufig jedoch brauchen diese Prozesse Zeit und Raum. Ein Samen wird nicht über Nacht zu einer ausgewachsenen Pflanze. Und das ist gut so. Unsere Gesellschaft mag keine Langsamkeit, kein Innehalten bei Neuorientierung. Schnelle Lösungen werden erwartet, alles andere gilt als Versagen. Doch erst indem wir uns (bewusst) einlassen auf unsere Reise, auf die natürlichen Prozesse, die in und um uns wirken, können sich die in ihr enthaltenen Potentiale entfalten. Erst, indem wir Altes verabschieden und neugierig betrachten, was Neues entstehen möchte, erkennen wir die wertvollen Informationen, die sie für uns bereithält.

Lebensübergänge sind besondere Phasen

Ich unterstütze dich dabei, dich auf deinen persönlichen Prozess der Neuorientierung einzulassen und seine Entwicklungspotenziale zu entfalten. Ich helfe dir, deine Gedanken und Gefühle, die solche Situationen begleiten können, einzuordnen.

Auch schwierige Gefühle wie Trauer, Wut, Scham oder Angst bekommen einen Raum und dürfen zu Wort kommen. Ohne zu bewerten, zu dramatisieren oder zu schnellen Schlüssen zu springen, hören wir allen Gefühlen zu und schenken ihnen die Aufmerksamkeit, die sie brauchen. Gefühle sind keine Störung, sondern Hinweise.

Gemeinsam schauen wir:
Was möchte hier entstehen?
Und: Was ist der nächste Schritt?